GFPS Musikadventskalender 2011 Musikpralinen aus Belarus, Polen, Tschechien und Deutschland

6Dez/11Off

6. Projekt Warszawiak – Nie ma cwaniaka na warszawiaka

Die Band Projekt Warszawiak hat sich dem Erhalt und der Ehrerbietung an Warschauer Literaten und Künstler verschrieben. Die knapp 10 Personen starke Formation aus der polnischen Hauptstadt adaptiert zu Klassikern gewordene Lied- und Gedichttexte, um sie auf moderne Weise neu zu interpretieren.

Auch das Lied „Nie ma cwaniaka na warszawiaka“ (etwa: es gibt kein gerisseneres Schlitzohr als den Warschauer) ist eine Reminiszenz. Mit überzeichneten Klischees wird hier im Rapstyle an den 1963 verstorbenen polnischen Schriftsteller und Liedermacher Stanislaw Grzesiuk erinnert. Dieser feierte in den 1950er Jahren große Erfolge mit traurigen Balladen, in denen sich besonders die Schrecken und das Leid des Zweiten Weltkrieges manifestierten.

Das hier gezeigte Lied basiert allerdings auf einem eher humoristischen Chanson, in dem Grzesiuk den Charakter des Warschauers beschreibt: Der polnische Hauptstädter ist demnach ein Kombinierer, ein Tüftler und Trickser, der sich zur Not durchzumogeln weiß und sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Und das wichtigste ist: Man legt sich besser nicht mit ihnen an!


 

The band Projekt Warszawiak has committed itself to the preservation of and the obeisance on Warsaw’s literates and artists. The group of nearly ten musicians from Warsaw adapts classical song and poetry texts and reinterprets them in a modern way.

Thus, here you can see an example of this type of reminiscence. With several clichés the group commemorates in “Nie ma cwaniaka na warszawiaka“ (there isn’t no more clever rascal than the Varsovian) the 1963 polish author and song writer Stanislaw Grzesiuk who died in 1963. In the 1950s Grzesiuk has had a huge success with sorrowful ballades, in which he often described the horror and suffering in Second World War.

Nevertheless, this song is based on a rather humoristic chanson, which shows the characteristics of the role model Varsovian: The habitant of the polish capital city is therefore like a trickster and rascal. He understands how to bumble through and – the most important aspect – you better don’t mess with him!

http://www.projektwarszawiak.pl/

Nie ma cwaniaka na warszawiaka

Alejami wycackany szedł se jakiś gość,
Facjata niby owszem, może być
Nagle potknął się o kamień rycząc „Och, psiakość!
Jak oni mogą w tej stolicy żyć!“
I wtedy zalała mnie zła krew,
Więc go na perłowo w tenże śpiew:

Nie bądź za cwany w skórkę odziany,
To może mieć dla ciebie skutek opłakany
Na Warszawiaka nie ma cwaniaka,
Który by mógł go wziąć na bajer lub pod pic

Możesz mnie chamem zwać, możesz mnie w mordę dać
Lecz od stolicy won, bo krew się będzie lać
Więc znakiem tego, nie bądź lebiegą
przyhamuj mordę i nie gadaj więcej nic

Jeden był specjalnie na Warszawę straszny pies
Już mówił nawet : „Warszawa kaputt!“
Lecz pomylił się łachudra, rozczarował fest
I próżny był majchrowy jego trud
Słyszeć nawet nie potrafi, ach
I dzisiaj mu śpiewamy jemu tak:

Chciałeś być cwany, w ząbek czesany,
To teraz gnijesz, draniu, w błocie pochowany
My, Warszawiacy, jesteśmy tacy,
Kto nam na odcisk wejdzie pisz pan - zimny trup

I niechaj każdy wie: kto na nas szarpie się,
To zara bokiem mu to wyjdzie - może nie?
Na Warszawiaka nie ma cwaniaka -
Chcesz z nami zacząć to se trumnę wcześniej kup
Możesz mnie chamem zwać, możesz mnie w mordę dać
Lecz od stolicy won, bo krew się będzie lać
Wiec znakiem tego, nie bądź lebiegą,
przyhamuj mordę i nie gadaj więcej nic
I niechaj każdy wie: kto na nas szarpie się,
To zara bokiem mu to wyjdzie - może nie?
Na Warszawiaka nie ma cwaniaka -
Chcesz z nami zacząć to se trumnę wcześniej kup

Es gibt kein gerisseneres Schlitzohr als den Warschauer

Auf den Straßen ging elaboriert so ein Typ,
Eine Visage, da war gleich klar, ist schon ok.
Plötzlich stolperte er über einen Stein und schrie „Oh, Mist!
Wie können die nur in dieser Hauptstadt leben!“
Und da schoss mir plötzlich wütendes Blut durch die Adern,
Also schlagen wir ihn mit diesem Gesang nieder.
Sei nicht zu gerissen, in Leder geschmissen,
Das könnte für dich Folgen haben, die du beweinst,
Es gibt kein gerisseneres Schlitzohr als den Warschauer,
Keinen, der ihn auf den Arm nehmen könnte oder auf’n Spaß.

Du kannst mich einen Rüpel nennen, kannst mir auf die Fresse geben,
Aber aus der Hauptstadt, da verzieh dich, sonst wird Blut fließen!
Also: Als Zeichen dessen, sei kein Tölpel,
Halt deine Fresse und laber weiter nichts!

Einer, der war ganz speziell gegen Warschau ein schrecklicher Hund,
Er sagte sogar bereits: „Warschau kaputt!“
Aber er irrte sich, der Lump, wurde endgültig enttäuscht
Und umsonst war seine hinterlistige Mühe.
Noch nicht einmal hören kann er,
Wie wir ihm heute singen:

Wolltest gerissen sein, wolltest der steilste Zahn sein,
Und heute faulst Du, Schuft, in Matsch gelegt.
Wir Warschauer sind einfach so:
Wer uns in die Finger gerät, wissen Sie – kalte Leiche!

Und damit auch jeder weiß, der sich an uns vergreift,
Es wird ihm schlecht bekommen – vielleicht auch nicht?
Es gibt kein gerisseneres Schlitzohr als den Warschauer,
Willst Du’s mit uns aufnehmen? Dann kauf Dir zuerst einen Sarg!

Du kannst mich einen Rüpel nennen, mir auf die Fresse geben,
Aber aus der Hauptstadt verzieh dich, sonst wird Blut fließen!
Also: Als Zeichen dessen, sei kein Tölpel
Halt deine Fresse und laber weiter nichts.

Und damit auch jeder weiß, der sich an uns vergreift,
Es wird ihm schlecht bekommen – vielleicht auch nicht?
Es gibt kein gerisseneres Schlitzohr als den Warschauer,
Willst Du’s mit uns aufnehmen? Dann kauf Dir zuerst einen Sarg!

Vorbereitet von Holger & Lukas

veröffentlicht unter: polnisch 2 Kommentare
5Dez/11Off

5. Dreamlin – Fort Gaze

Dreamlin aus Minsk waren bezüglich der belarussischen Musik mein persönliches Aha-Erlebnis. Als wir vor zwei Jahren den ersten Musikadventskalender planten, hatten wir keine Kenner der belarussischen Musikszene. Ich machte mich auf diversen Musikportalen schlau, was es da so gibt und stolperte ziemlich schnell über das von Denis «C4» Korabkov und Egor Kunovsky im Jahre 2000 gegründete Duo. Die damalige Praline war der Geheimtipp des ersten GFPS-Musikkalenders. Leider ist die damalige Seite zurzeit nicht mehr einzusehen, aber den tollen Clip könnt Ihr hier aufrufen: Dreamlin - Without Thinking

Dreamlin gelingt es mit einer sehr angenehmen, harmonischen Eleganz unterschiedliche Musikstile mit elektronischen Beats zu vereinen. Die heutige Musikpraline in Bezug zu Belarus oder der Vorweihnachtszeit zu setzen ist schwierig. Doch muss - wie ich finde - nicht jede Musikkostprobe vorweihnachtliche Gefühle direkt hervorrufen oder länderspezifische und politische Aspekte eines Kulturkreises beleuchten. Lehnt Euch einfach zurück, genießt das verträumte Video und lasst die süßen Töne in Eure Ohren rieseln (haha, so kitschig, dass es wieder sauvorweihnachtlich klingt)!


 

“Dreamlin” from Minsk constituted my personal „aha“ effect when it comes to Byelorussian music. As we were working on our first musical advent calendar two years ago there were no aficionados of Byelorussian music a tour disposal, so I read up in various music portals. Pretty quickly, I stumbled upon this duo, founded by Denis «C4» Korabkov and Egor Kunovsky in 2000. That year’s goodie was the definite insider tip of the first GFPS calendar. Unfortunately, the site is no longer accessible, but you can check out their awesome clip here: Dreamlin - Without Thinking

“Dreamlin” succeed in combining different musical genres with electronic beats in a pleasantly harmonic, elegant fashion. Today’s clip has little in common with the holiday spirit, but not every one of our songs has to evoke Christmassy feelings nor be characteristic of national identities or politics. Just lean back, enjoy the dreamy video and let those sweet tunes caress your ears! How’s that for a holiday spirit?

Internetpräsenz: http://www.dreamlin.com/

Vorbereitet von Lena & Kuba

veröffentlicht unter: belarussisch 1 Kommentar
4Dez/11Off

4. Panzerballett – Thunderstruck

Am zweiten Advent präsentieren wir Euch ganz bescheiden eine Mischung aus Jazz und Metal. Die fünf Protagonisten um den Gitarrenvirtuosen Jan Zehrfeld beschreiten seit 2004 den radikalen Weg weit entfernte Musikstile mit abgefahrenen polyrhythmischen Konstruktionen zu verbinden. Nicht nur unter Musikern wir dieser Spagat gewürdigt und so kommt es, dass Panzerballett, die unter ihren Vorbildern die Metal-Taktfreaks von Meshuggah als erstes nennt, auf Jazzfestivals auftritt und bei den deutschen Jazz-Album-Charts unter den top 30 landet.

Die humorvollen Münchner bezeichnen ihren Stil u.a. als „Wellness-Death-Jazz“ und überzeugen auch Live, weshalb sie auch mal als „Rammstein des Jazz“ betitelt werden.
In den bisher erschienenen drei Alben der Band finden sich schräge Überarbeitungen von Jazz-Evergreens, neben deutschen Schlagern und bekannten Melodien, wie z.B. der Anfangsmelodie der Zeichentrickserie The Simpsons, die sie zu einer unglaublichen Komposition umwandelten.

Die heutige Musikpraline ist an den AC/DC Klassiker Thunderstruck angelehnt und zeigt exemplarisch die Bandbreite dieser außergewöhnlichen Band. Das aufwendige und detailverliebte Stop Motion Lego-Video war ein Geburtstagsgeschenk von Daniel Bernecker und Edith Gappmaier an Joe Doblhofer (Gitarrist von Panzerballett), so zumindest der offizielle Facebook-Kommentar der Band, angefertigt.

Fui Spass!


 

On this second Sunday in Advent we are presenting a humble mixture of jazz and metal. The five protagonists around guitar virtuoso Jan Zehrfeld have been travelling off the beaten path since 2004, joining musical styles that could not be further apart, adding polyrhythmic constructions to the mix. Musicians and fans praise this balancing act: Panzerballett, who cite metal band Meshuggah as their number one influence, play jazz festivals and have reached the top 30 German jazz-album-charts.

These humorous lads from Munich have described their style as „Wellness-Death-Jazz“ and their high quality live performances have earned them the title as “Rammstein of jazz”.
So far, they have released 3 albums featuring far out versions of jazz evergreens, German Schlager as well as famous melodies, like the signature tune of the Simpsons, which they transform into complex compositions.

Today’s song cites the AC/DC classic Thunderstrick and is a good example of the immense scope of this exceptional band. If one is to believe the band’s official facebook site, the elaborate stop motion lego video was a birthday present by Daniel Bernecker and Edith Gappmaier to Joe D
guitar player of Panzerballett.

Enjoy!

Internetpräsenz: http://www.panzerballett.de

veröffentlicht unter: deutsch keine Kommentare
3Dez/11Off

3. UDG – Kdy zas bliz

Die Geschichte der tschechischen Band UDG beginnt im Jahr 1996, als die Zwillinge Petr und (Gesang), Pavel (Bass) zusammen mit ihrem Schulkameraden Jugi (Schlagzeug) erste Bandproben im Keller der Geschwister abhalten. Über die Zeit hat sich die Kapelle personell vergrößert. Mittlerweile macht die Band zu sechst Musik. Im Jahre 2000 veröffentlichte UDG ihr erstes Album, ihm folgten bis heute vier weitere.

Die Musikpraline, die ihr heute zu sehen bekommt, ist ein Stück aus dem neuesten Album der Band „Autoportrét“, das 2009 veröffentlicht wurde. „ kdy zas blíž“ (ungefähr „wann ist sie wieder näher“) handelt vom alten Thema Liebe im neuen Zeitalter der Medien. Der Videoclip zu dem Song war beim tschechischen Publikum sehr beliebt und wurde für mehrere Preise nominiert.
Ihr seht einen traurigen Clown, der mit einem weißen Stuhl, einem Fernseher und einem Köfferchen durch die Gegend zieht – immer auf der Suche nach Empfang für sein Röhrengerät. Das Bild, das schließlich erscheint umwirbt er dann nach allen Regeln der Clownskunst. Vergeblich?


 

The history of the czech band UDG starts in 1996. At that time the twins Petr (vocals) and Pavel (base) together with their classmate Jugi (drums) started practising in the brother's basement and formed a band. In the course of time the number of bandmates increased. Today UDG consists of 6 members. In 2000, UDG published their first album, followed by four others up to now.

Today's song is part of the newest album „Autoportrét“ which was published in 2009. „Kdy zas blíž“ („when will she be close again“) is a song about the old topic love in media age. The videoclip was very popular with the czech audience. The listeners nominated it for several awards.
Here, you can see a gloomy clown who roams about the countryside with a white chair, a television and a small suitecase – always looking for reception. He then courts the appearing image with all the tricks from a clown's repertoire. In vain?

Für weitere Infos, wie die Internetpräsenz und der Liedtext samt Übersetzung, klicke bitte auf "weiterlesen" -->

Internetpräsenz: http://www.udg.cz

Kdy zas blíž
Chci tě po hlase
ptám se kdy zas blíž?
A chci tě víc, než tamten

Tvá ruka je nic
tu tvou rozpoznám
tak koho se to týká
když se mě nedotýká!

Vlna vibrací
kam se odvrací
k jinému vysílači
na mě už nevystačí!

Ref:
Vysílám
signály do všech stran
Vysílám
signály marný do všech
stran

Operátoři
už nás nespojí
a jestli za to stojí
třeba nám voperují

Ňákej zvláštní čip
aby nám bylo líp
zpět k původnímu znění
úplné zapomnění

Chci tě po hlase
ptám se kdy zas blíž?
A chci tě víc než z antén
a chci tě víc, než tamten

Ref:

Operátoři
všechno slibují
že zmizí trauma z dětství
perfektní pokrytectví

Naposled pohladit
chci tě na vlnách
minuty pod hladinou
tak nějak rychle plynou

Ref:

Wann ist sie wieder da
Ich will dich aufgrund deiner Stimme
Ich frage mich wann ist sie wieder näher?
Und ich will dich mehr, als jener dort

Deine Hand ist nichts
die deine erkenne ich
also wen betrifft es
Wenn sie mich nicht berührt!

Woge der Vibration
wohin wendet sie sich ab
zu einem anderen Sender
Für mich bleibt nichts mehr!

Ref:
Ich sende
Signale in alle Richtungen
Ich sende
vergebliche Signale in alle Richtungen

Die Betreiber
verbinden uns nicht mehr
und wenn sie es sich wert sind
vielleicht operieren sie uns

Einen besonderen Chip ein
damit es uns besser geht
zurück zu ursprünglichen Fassung
vollkommenes Vergessen

Ich will dich aufgrund deiner Stimme
Ich frage mich wann ist sie wieder näher?
Und ich will dich mehr als (nur) über die Antennen
Und ich will dich mehr, als jener dort

Vorbereitet von Theresa & Jana

veröffentlicht unter: tschechisch keine Kommentare
2Dez/11Off

2. Contemporary Noise Sextet – 7

http://www.youtube.com/watch?v=A5XGuvgkyzM

Der polnische Jazz (Polski Jazz) gehört wohl zu den hervorstechendsten Errungenschaften der polnischen Nachkriegskultur. An dieser Stelle wäre es aber anmaßend, der Geschichte des polnischen Jazz gerecht werden zu wollen. Mit einigen Klicks eröffnet sich im Internet eine Flut an Artikeln und Erläuterungen zu dieser Thematik. Eine Zusammenstellung einiger Seiten findet Ihr unterhalb der Vorstellung.

Es ist aber nicht nur die Geschichte, die das Phänomen des polnischen Jazz so spannend macht. Vielmehr ist es die Lebendigkeit der heutigen Musikszene, die trotz sehr unterschiedlicher Ansätze die gemeinsamen Wurzeln nicht aus dem Blick verlieren. Neben den Veteranen der Avantgarde, füllen einige Jazz-Musiker Konzertsäle (ohne dabei zu viele Abstriche an den Mainstream zu machen). Des Weiteren gibt es noch andere Künstler, die sich zwar auf die musikalische Traditionen beziehen, sie aber mit unterschiedlichen Stilen der modernen musikalischen Subkulturen vermengen. Waren es im letzten Musikadventskalender unter anderem die DJs von "Skalpel", die den traditionellen Jazz mit elektronischer Musik aufmischten, entstammen die Begründer des Contemporary Noise Sextet (Kuba und Bartek Kapsa) aus der Hardcoreszene und scheuten in der Formation „Something Like Elvis“ nicht vor harten Gitarrenriffs zurück.

Die Band hinter der heutigen Musikpraline debütierte (noch als Quintett) im Jahre 2006 mit dem großartigen Album „The Pig Inside the Gentleman“. Zwei Jahre später bewies die Gruppe (nun als Quartett), dass sie auch in der Lage ist, Variationen eines Themas auf ein Konzeptalbum auszudehnen. Danach folgten drei Alben der inzwischen zum Sextett gewachsenen Combo. Neben der Mischung aus Parts voller Energie und an Filmmusik angelehnten Kompositionen, wie sie ihnen von Musikkritikern zugesprochen wird, neigen sie in den letzten Alben immer mehr dazu, die Arrangements experimentierfreudiger zu gestalten. Doch hört es Euch selbst an! Die Aufnahme stammt aus einer Session für das polnische Radio aus dem Jahr 2010.


 

Jazz music (Polski Jazz) is one of the most distinct accomplishments of polish post-war culture. It would be impossible to do justice to its history in this context but the links at the bottom of this page will allow a glimpse at this vast field.

However, it is not history that makes the phenomenon of Polish jazz so enthralling. It’s the vivacity of today’s music scene, which may follow different approaches but shares the same roots. Alongside veterans of the Avant-garde, certain jazz musicians also fill entire concert halls- without adapting the complexity of their music to the taste of today’s pop culture. Then there are those musicians who refer to musical traditions but combine them with various styles from the contemporary sub-culture. For example, in last year’s musical advent calendar we introduced amongst others the artists from “Skalpel”, who bring together traditional jazz and electronic music. The founders of “Contemporary Noise Sextet“, Kuba and Bartek Kapsa, come from the hardcore scene and laced the compositions of their band “Something like Elvis” with tight guitar riffs.

The band we are introducing today made their debut as a quintet in 2006 with the album „The Pig Inside the Gentleman“. Two years later, now a quartet, they released a complex conceptual album. Three more albums followed, and in the mean time the group have grown into a sextet. Though they became famous for their energy and compositions evocative of film music, in recent years their arrangements have become more and more experimental. But listen for yourself! The piece was recorded during a session for polish radio in 2010.

Internetpräsenz: http://www.cnq.electriceye.pl

Polski Jazz:

Gertrud Pickhan: Polski Jazz. Ein Fenster zu Freiheit

Polish Jazz – Freedom at Last. The Story of Polish Jazz

Vorbereitet von Lena & Kuba

veröffentlicht unter: polnisch 1 Kommentar
1Dez/11Off

1. Lyapis Trubetskoy – Capital

Wie in den letzten Jahren, beginnen wir auch dieses Jahr unsere Reise in dem östlichsten Land der GFPS-Familie. Die Band Lyapsis Trubetskoy, die sich nach einem Charakter des populären satirischen Romans aus Russland der Zwischenkriegszeit „Zwölf Stühle“ benannt hat, gastierte schon im letzten Musikadventskalender und erreichte mit dem Hit „Africa“ in der GFPS-Hitparade einen grandiosen zweiten Platz.

Es gibt wenige Bands aus dem östlichen Europa, die nicht nur im russischsprachigen Raum von den Kritikern - wie auch den Fans - so gefeiert werden, wie es bei der Minsker Band der Fall ist. Bewundert wird bei dieser Combo nicht nur ihre musikalische Energie und Kreativität, sondern die mühelos wirkende Verbindung zwischen alternativer und kommerzieller Musik, die auf diesem Niveau selten erreicht wird. Ein weiteres herausragendes Merkmal von Lyapis Trubetskoy sind die künstlerischen Videos, die auch auf der visuellen Ebene unvergessene Eindrücke hinterlassen.

Die heutige Musikpraline wurde 2007 und 2008 mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen überhäuft. „Kapital“ steht exemplarisch für das Zusammenführen der genannten Merkmale: Ein großartiges Video trifft auf hervorragendes Songwriting und verzichtet hierbei nicht auf scharfe politische Kritik, bei der die Diktatoren unserer Welt durch den satirischen Kakao gezogen werden.


 

As in past years, we will once again start our journey in the one country of the GFPS family that lies furthest to the east. The band Lyapis Trubetskoy, named after a character from the popular Russian satirical novel „The twelve chairs“ - written in the interwar period – already appeared in last years’ musical advent calendar and made runner-up in the infamous GFPS ranking.

It is hard to find a band from Eastern Europe, which is cherished as much by critics and fans alike –far beyond the Russian speaking area. The quality of these guys from Minsk lies as much in their energy and creativity as in the effortless combination of alternative and commercial music. Yet another outstanding feature of Lyapis Trubetskoy are their artistic videos, which leave an unforgettable impression on a visual level.

Today’s musical goody was awarded countless national and international prizes in 2007 and 2008. „Capital“ stands for the consolidation of the abovementioned characteristics: fantastic video meets excellent song writing and on top of it all it conveys a political message, ridiculing the dictators of our modern world.

Für weitere Infos, wie die Internetpräsenz und den Liedtext, klicke bitte auf "weiterlesen" -->

 

Internetpräsenz: http://www.lyapis.com

Капитал

Я ем на обед золотые слитки,
бриллиантовый десерт, нефтяные сливки
у меня имя - Вельзевул, хозяин стратосферы,
я нереальный cool, мой respect без меры

B левой руке snickers, в правой руке mars
мой PR- менеджер – Карл Маркс
B левой руке snickers, в правой руке mars
мой PR- менеджер – Карл Маркс

Капитал! …

Я ем города, морями запиваю,
Моя борода небо заслоняет
Громы, молнии, туманы и дожди
Мои ботинки лижут министры и вожди

B левой руке snickers, в правой руке mars
мой PR- менеджер – Карл Маркс
B левой руке snickers, в правой руке mars
мой PR- менеджер – Карл Маркс

Капитал! …

Моё лицо мадонна, внутри из тухлых груш
всем на колени! Оркестр – туш!

Капитал! …

Vorbereitet von Lena & Kuba

veröffentlicht unter: belarussisch 4 Kommentare
29Nov/11Off

Liebe Internautinnen und Internauten!

Liebe Internautinnen und Internauten!

Schon zum dritten Mal nimmt Euch die GFPS-Stadtgruppe Freiburg auf eine vorweihnachtliche Musikreise durch die vier Länder, auf die sich unsere studentische Organisation konzentriert.

So habt Ihr die Möglichkeit, jeden Tag eine Musikgruppe aus Belarus, Deutschland, Polen oder der Tschechischen Republik kennen zu lernen. Die Videos wurden von unserer Stadtgruppe in einer demokratischen Vorauswahl bestimmt. Zu jeder Musikpraline bieten wir eine kurze Bandvorstellung und mindestens die Übersetzung des Liedtextes ins Deutsche. Ihr seid natürlich herzlich dazu eingeladen, unsere Musikpralinen zu kommentieren.
Zwischen Weihnachten und den Drei Königen (06.01.2011) könnt Ihr über die 24 Musiktitel abstimmen und Euren Favoriten zum GFPS-Weihnachtshit 2010 küren.
Im Namen der Stadtgruppe Freiburg wünschen wir allen einen schönen Advent und einen vorzüglichen Hörgenuss bei den diesjährigen Musikpralinen,
Eure
Stadtgruppe


 

 

Dear web surfer,

It's the third time now, that the GFPS group Freiburg is delighted to welcome you for a pre-Christmas musician journey around the countries, which the study-club is concentrated on.

Every day you have a unique chance to get acquainted with a sample of music from Belarus, Germany, Poland and Czech Republic. Through a democratic voting procedure, our group has selected music videos and supplied them with texts and information in German and English. You are more than welcome to comment on any or all of them.
Please vote on your favourite videos between Christmas (24th of December) and Three Holy Kings (6th of January) thus choosing the GFPS Christmas 2010 Hit.
We wish you a joyful holiday season and hope you will enjoy our musical advent calendar!

Merrily yours,
GFPS Freiburg

veröffentlicht unter: Allgemein keine Kommentare